Das Team der Oberstufe (von links): Markus Krack, Bernhard Steigenberger, Uwe Tietje, Berthold Haase und Christian Ehling. 

Die zweijährige Qualifikationsphase

Die Schuljahrgänge 12 und 13 bilden die Qualifikationsphase. Leistungen aus beiden  Schuljahrgängen und die Leistungen aus der Abiturprüfung gehen in die Gesamtqualifikation für das Abitur ein.

Weitere Informationen gibt es auch in der offiziellen Informationsbroschüre des Niedersächsischen Kultusministeriums über die gymnasiale Oberstufe. Diese findet sich hier zum Download.

In der zweijährigen Qualifikationsphase tritt an die Stelle des Klassenverbandes ein System von schwerpunktbezogenen Fachkombinationen und Kursen. Innerhalb von Rahmenvorgaben kann mit der Wahl eines fachbezogenen Schwerpunkts und der Abiturprüfungsfächer die Schullaufbahn individuell gestaltet werden. Um dabei Einseitigkeiten und frühzeitiger Spezialisierung entgegenzuwirken, werden diese Fächer durch weitere Fächer ergänzt, in denen Mindestbelegungen erfolgen müssen. Auf diese Weise werden eine breite und vertiefte Allgemeinbildung sowie die allgemeine Studierfähigkeit gewährleistet.

Es gibt in der Qualifikationsphase folgende Schwerpunkte:

– sprachlicher Schwerpunkt

– mathematisch-naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

– gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt

– sportlicher Schwerpunkt (in Kooperation mit dem JAG)

Alle Schwerpunkte sind grundsätzlich ähnlich aufgebaut:

Es müssen drei Fächer auf erhöhtem Niveau belegt werden, wobei die Prüfungsfächer P1 und P2 doppelt in die Gesamtqualifikation eingehen.  Sie werden fünfstündig unterrichtet. Zwei davon sind  Schwerpunktfächer. Dazu kommen weitere Fächer, die dreistündig unterrichtet werden und damit grundsätzlich Prüfungsfach sein können. Die Ergänzungsfächer werden zwei- bis dreistündig unterrichtet. Einige davon können nicht Prüfungsfach sein.

Der Unterricht in den Fächern P1, P2 und P3 findet auf erhöhtem Anforderungsniveau (eN) statt. Dieses Niveau soll in wissenschaftliche Methoden, Fragestellungen und Reflexionen einführen und ist auf eine systematische Beschäftigung mit wesentlichen, die Komplexität des Fachgebietes verdeutlichenden Inhalten, Theorien, Modellen und Methoden gerichtet. Es wird dafür trainiert, über längere Zeiträume selbstständig zu arbeiten.

Alle anderen Fächer bzw. Kurse werden auf grundlegendem Anforderungsniveau (gN) unterrichtet. Dieses dient dazu, grundlegende Sachverhalte, Erkenntnisse, Strukturen, Methoden und Verfahrensweisen in einem Fachgebiet zu vermitteln sowie Fähigkeiten zu entwickeln und Fertigkeiten einzuüben.

Es werden folgende Unterrichtsfächer unterschieden:

Kernfächer sind die Fächer Deutsch, Fremdsprache und Mathematik;

Schwerpunktfächer sind die beiden den jeweiligen Schwerpunkt kennzeichnenden Fächer;

Ergänzungsfächer sind alle sonstigen Fächer, in denen Mindestbelegungs und Einbringungsverpflichtungen bestehen;

Seminarfach als Fach, in dem studien- bzw.  berufsvorbereitende Arbeitsmethoden, wissenschaftspropädeutisches Arbeiten, selbstgesteuertes Lernen sowie fachübergreifendes Arbeiten eingeübt werden;

Wahlfächer sind alle übrigen Fächer, die freiwillig angewählt werden können.

Die Schülerpflichtstundenzahl beträgt in den Schulhalbjahren 32 Wochenstunden. Der Unterricht wird in fünfstündigen Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau und in drei- oder zweistündigen Fächern auf grundlegendem Anforderungsniveau erteilt.

Unterricht auf grundlegendem Anforderungsniveau dient dazu, unter dem Aspekt  wissenschaftspropädeutischer Bildung grundlegende Sachverhalte, Erkenntnisse, Strukturen, Methoden und Verfahrensweisen in einem Fachgebiet zu vermitteln sowie Fähigkeiten zu entwickeln und Fertigkeiten einzuüben.

Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau dient unter dem Aspekt exemplarisch vertiefter wissenschaftspropädeutischer Bildung in besonderem Maße der allgemeinen Studienvorbereitung und soll in wissenschaftliche Methoden, Fragestellungen und Reflexionen einführen. Er ist auf eine systematische Beschäftigung mit wesentlichen, die Komplexität des Fachgebietes verdeutlichenden Inhalten, Theorien, Modellen und Methoden gerichtet. Die Schülerinnen und

Schüler sollen lernen, über längere Zeiträume selbstständig zu arbeiten.

Auch in der Sekundarstufe II bieten wir ein umfangreiches Angebot zur beruflichen Orientierung. Weitere Informationen gibt es hier.

Möglicher Abschluss nach Jahrgang 12: schulischer Teil der Fachhochschulreife.

Zum Erwerb der allgemeinen Fachhochschulreife ist in Verbindung mit dem schulischen Teil zusätzlich ein mindestens einjähriges gelenktes berufsbezogenes Praktikum, ein einjähriges soziales oder ökologisches Jahr, ein einjähriger freiwilliger Wehrdienst, ein einjähriger Bundsfreiwilligendienst oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachzuweisen. Bescheinigungen über den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife gelten in allen Bundesländern, ausgenommen in den Ländern Bayern und Sachsen.