Qualifikationsphase

Zweijährige Qualifikationsphase

In der zweijährigen Qualifikationsphase tritt an die Stelle des Klassenverbandes ein System von schwerpunktbezogenen Fachkombinationen und Kursen. Innerhalb von Rahmenvorgaben kann mit der Wahl eines fachbezogenen Schwerpunkts und der Abiturprüfungsfächer die Schullaufbahn individuell gestaltet werden. Um dabei Einseitigkeiten und frühzeitiger Spezialisierung entgegenzuwirken, werden diese Fächer durch weitere Fächer ergänzt, in denen Mindestbelegungen erfolgen müssen. Auf diese Weise werden eine breite und vertiefte Allgemeinbildung sowie die allgemeine Studierfähigkeit gewährleistet.

Die Schuljahrgänge 12 und 13 bilden die Qualifikationsphase. Leistungen aus beiden  Schuljahrgängen und die Leistungen aus der Abiturprüfung gehen in die Gesamtqualifikation für das Abitur ein.

Es werden folgende Unterrichtsfächer unterschieden:
Kernfächer sind die Fächer Deutsch, Fremdsprache und Mathematik;
Schwerpunktfächer sind die beiden den jeweiligen Schwerpunkt kennzeichnenden Fächer;
Ergänzungsfächer sind alle sonstigen Fächer, in denen Mindestbelegungs und Einbringungsverpflichtungen bestehen; Seminarfach als Fach, in dem studien-
bzw. berufsvorbereitende Arbeitsmethoden, wissenschaftspropädeutisches Arbeiten, selbstgesteuertes Lernen sowie fachübergreifendes Arbeiten eingeübt werden;
Wahlfächer sind alle übrigen Fächer, die freiwillig angewählt werden können.

Die Schülerpflichtstundenzahl beträgt in den Schulhalbjahren 32 Wochenstunden. Der Unterricht wird in fünfstündigen Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau
und in drei- oder zweistündigen Fächern auf grundlegendem Anforderungsniveau erteilt.

Unterricht auf grundlegendem Anforderungsniveau dient dazu, unter dem Aspekt wissenschaftspropädeutischer Bildung grundlegende Sachverhalte, Erkenntnisse, Strukturen, Methoden und Verfahrensweisen in einem Fachgebiet zu vermitteln sowie Fähigkeiten zu entwickeln und Fertigkeiten einzuüben.

Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau dient unter dem Aspekt exemplarisch vertiefter wissenschaftspropädeutischer Bildung in besonderem Maße der allgemeinen Studienvorbereitung und soll in wissenschaftliche Methoden, Fragestellungen und Reflexionen einführen. Er ist auf eine systematische Beschäftigung mit wesentlichen, die Komplexität des Fachgebietes verdeutlichenden Inhalten, Theorien, Modellen und Methoden gerichtet. Die Schülerinnen und
Schüler sollen lernen, über längere Zeiträume selbstständig zu arbeiten.

Das Niedersächsische Kulktusministerium hat in Broschüren die wichtigsten Informationen für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, die ihre Abiturprüfung ablegen möchten, zusammengestellt. Aufgrund der Änderungen des niedersäschischen Schulgesetzes vom 01.08.2015 und der damit verbundenen Änderung der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 12.08.2016 gibt es zwei Varianten, die Sie hier herunterladen können:

1. Informationen für Eltern sowie für Schülerinnen und Schüler, die 2018, 2019 und 2020 ihre Abiturprüfung ablegen werden.

2. Informationen für Eltern sowie für Schülerinnen und Schüler, die ab 2021 ihre Abiturprüfung ablegen werden.